„Bobby und der schiefe Adventskranz“

Adventskurzgeschichten mit Schnecke Bobby zum Vorlesen und Nacherzählen

Es war der erste Advent, und Schnecke Bobby wollte etwas ganz Besonderes basteln: seinen ersten eigenen Adventskranz.
Er hatte schon alles vorbereitet – vier winzige Walnussschalen als Kerzenhalter, Moos vom Waldrand, ein paar Tannennadeln und rote Beeren als Deko.

„Das wird der schönste Adventskranz im ganzen Garten!“, sagte er stolz und begann zu bauen.

Doch irgendwie wollte das Moos nicht rund werden. Der Kranz war krumm, die Beeren rollten davon, und eine Walnussschale fiel ständig um. „Oh nein!“, seufzte Bobby. „Bei der Amsel und Igel Freddy sieht der Adventskranz immer viel schöner aus!“

Da kam Igel Freddy vorbei. „Na, was bastelst du denn da?“ Bobby murmelte: „Einen Adventskranz. Also… naja, ich versuche es.“ Freddy lächelte. „Darf ich dir helfen?“

Bald kam auch Maus Mia dazu und brachte winzige Strohhalme zum Befestigen, und Amsel Annabell steuerte ein paar hübsche Federn bei. Gemeinsam banden, klebten und tüftelten sie, bis der Kranz schließlich wunderschön aussah – ein bisschen schief, ein bisschen bunt, aber voller Herz. Am Abend zündeten sie zusammen die erste kleine Kerze an. Das Licht tanzte im Moos, und alle saßen still da und bewunderten das Licht und den Kranz.

„Weißt du, Bobby“, sagte Mia leise, „der schönste Adventskranz ist der, an dem alle mitgemacht haben.“
Bobby nickte und lächelte.
„Dann ist meiner wohl der allerschönste.“